Das Grand Hotel von Palma de Mallorca ist ein modernistisches Bauwerk des Architekten Lluís Domènech i Montaner, einem Schüler des großen katalanischen Architekten Gaudí, das am 9. Februar 1903 eingeweiht wurde. Es befindet sich an der Nummer 3 der Plaza Weyler im Herzen von das Zentrum.
Das Grand Hotel war der Pionier des Luxustourismus und der Hotelbranche auf Mallorca. Bis zur Einweihung des Ritz Hotels in Madrid war es das beste Hotel in Spanien in Bezug auf Luxus und Klasse. Die Speisesäle und andere Räume waren mit Kunstwerken bedeutender Maler der damaligen Zeit, wie den Katalanen Santiago Rusiñol und Joaquín Mir, geschmückt. Die Möbel der österreichischen Firma „Tjotet“ und das Geschirr der österreichischen Manufaktur „Artur Krupp“ garantierten Luxus, den sich nur wenige leisten konnten. Neben seiner architektonischen Pracht zeichnete sich das Grand Hotel durch seine industriellen Innovationen aus: Es erzeugte seinen eigenen Strom und verfügte über eine Zentralheizung, einen Aufzug und fließendes Wasser.
Nach einigen Schließungen aufgrund des Bürgerkriegs und anschließender Umwandlung in ein Regierungs- und Verwaltungsgebäude wurde es 1993 von der Bankstiftung „La Caixa“ erworben und in ein Kulturzentrum umgewandelt, das heute „CaixaForum“ heißt. Dieses Zentrum ist heute Schauplatz regelmäßiger Ausstellungen, Konzerte und Konferenzen und beherbergt eine ständige Gemäldeausstellung, die der Malerin Anglada Camarasa gewidmet ist, die in Pollença lebte und eine Liebhaberin von Cala de Sant Vicenç war.
Es ist ein Besuch, den wir wegen seines architektonischen Werts, wegen der Wechselausstellungen und wegen der Dauerausstellung der Malerin Anglada Camarassa empfehlen.
Ein Spaziergang durch El Born und Las Ramblas und ein Besuch der Modeboutiquen und Buchhandlungen in der Umgebung runden diesen angenehmen Besuch in der Hauptstadt Mallorcas ab.





